Vorstellungsgespräch

Wie die schriftliche Bewerbung, so hat auch ein Bewerbungs- oder Vorstellungsgespräch gewisse Standards. Bereite dich darauf gut vor  – die erste Hürde hast du ja nun schon genommen!

Schreib deine Gedanken auf und versuche sie zu ordnen. Und: Probe mit guten Freunden Gesprächssituationen. Indem du deine Gedanken vor anderen aussprichst, merkst du am besten, wo du noch unsicher bist und welche Formulierungen unpassend und wenig überzeugend klingen.

Im Wesentlichen gliedert sich so ein Gespräch etwa so:

  1. Einleitungsphase oder auch „Warming-up“, z. B. mit der Frage: „Nun, Herr Müller, haben Sie den Weg zu unserem Unternehmen gut gefunden?“
  2. Vorstellungsphase – die Teilnehmer, und damit auch du, stellen sich vor. Und so, wie dein Befrager deine Tätigkeits- und Aufgabengebiete nennt, solltest auch du mit wenigen Worten deinen bisherigen Werdegang schildern.
  3. Lebenslaufanalyse – Fragen zu deiner Person. Beantworte alle Fragen so ausführlich wie möglich und so ehrlich wie nötig. Halte dir dabei das zum Anschreiben Gesagte vor Augen: Vermeide Negatives sonder suche lieber nach Positivbeschreibungen. Und: Versuche dabei nicht ins Träumen zu geraten! Schweife nicht zu sehr ab und hole bei Begründungen nicht zu weit aus.
  4. Das Unternehmen stellt sich vor – und du solltest gezielt Fragen stellen, die du dir vorher gut überlegt hast. Zieh dabei alle Informationen zum Unternehmen zu Rate, die du bei deinen Nachforschungen gesammelt hast und zeig, dass es dir wirklich wichtig ist diesen Ausbildungsplatz zu bekommen!
  5. „So wird Ihr Arbeitsplatz aussehen“ – Informationen über deine Tätigkeiten, Aufgabengebiete und das Team was dich erwartet. Zeig auch hier, dass du dich auf die mögliche künftige Tätigkeit sorgfältig vorbereitet hast.
  6. Gesprächsabschluss mit Verbleib und Abschied. Das Gespräch ist aber erst zu Ende wenn dein Gegenüber das entscheidet!

Die Anzahl der am Gespräch beteiligten Personen ist abhängig von der Art und Größe des Unternehmens. Meist sind dies eine bis drei Personen – z. B. der Personalleiter, dein künftiger Vorgesetzter oder manchmal sogar der Geschäftsführer, oft aber auch ein Mitarbeiter, der dein künftiges Aufgabengebiet genau kennt.

Hieran knüpfen nun die Fragen zu deiner Person, deinem Lebenslauf, deinen beruflichen Fähigkeiten sowie privaten Interessen und Hobbys an. Oft lauten diese ungefähr so:

  1. Weshalb wählten Sie diesen Beruf/ Ausbildungswunsch? Weshalb möchten Sie gerade zu uns? Was interessiert Sie an der Ausbildung am meisten, was weniger? Wie steht Ihr Partner/Ihre Familie zu der Entscheidung?
  2. Was wissen Sie über unser Unternehmen? Welche besondere Qualifikation besitzen Sie für die Ausbildungsstelle? Wie würde ein guter Freund Sie beschreiben? Nennen Sie Ihre größten Erfolge!
  3. Wie würden Sie Schwachpunkte in Ihrem Lebenslauf beschreiben? Was möchten Sie in fünf Jahren tun? Was missfiel Ihnen bei Ihrer letzten Tätigkeit?

Ganz wichtig: siehe in möglichen Einwänden deines Gesprächspartners auch eine Chance! Hinter jedem echten Einwand steckt Interesse oder der Wunsch nach einer Verständnishilfe.