Online-Bewerbung

Noch vor ein paar Jahren war die klassische Bewerbungsmappe die einzige Form für Bewerbungen. Dies hat sich durch die rasante Entwicklung des Web 2.0 geändert.

Die klassische Papierbewerbung verliert sogar immer mehr an Bedeutung, da die digitalen Bewerbungstechniken sowohl für die Bewerber als auch die Unternehmen Zeit-, Bearbeitungs- und Kostenvorteile bieten. So akzeptieren über 60% der Betriebe Bewerbungen per Mail, über Onlineformulare oder über Blogs. Dabei hat die digitale Bewerbung den gleichen Stellenwert wie die klassische Bewerbung per Post!

Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich per Internet zu bewerben.

E-Mail

In einer E-Mail ist es nicht notwendig die Vorschriften für Briefe 1:1 zu berücksichtigen. Jedoch gibt es einige Aspekte, die du dir merken solltest, um von Anfang an eine gute Figur zu machen.

Absender-Adresse

Nutze deinen „echten“ Namen als Absender. Bei yahoo!, web.de, google-Mail, gmx etc. stehen unzählig viele Möglichkeiten zur Verfügung. Absender wie drunkenbastard@gmx.de strahlen wenig Seriosität aus und können sogar beleidigend wirken.

Betreffzeile

Anhand dieser Zeile entscheidet der Empfänger oftmals, ob der Inhalt für ihn wichtig oder unwichtig ist. Gib also hier klar Aufschluss über den Inhalt der E-Mail.

Anrede

Wer recherchiert hat, kennt den Namen seines Ansprechpartners. Oftmals lässt sich dieser auch aus dessen E-Mail-Adresse ableiten.

Anliegen

Hier kannst du schnell auf den Punkt kommen – lange Texte werden nur ungern am Bildschirm gelesen. Richtige Rechtschreibung ist aber selbstverständlich! Du beendest deinen Text auch hier mit „freundlichen Grüßen“.

Kontaktdaten

An das Ende der E-Mail gehört dein vollständiger Name, deine Anschrift, E-Mail-Adresse und die Telefonnummer, unter der du tagsüber erreichbar bist.

Format

Verzichte hier auf Schnörkel und Hintergrundbilder, dies wirkt wie auch bei der klassischen Bewerbung eher unpassend.

Anlagen

Achte darauf, dass du ordentlich scannst! Dateien über 2 MB strapazieren die Geduld des Empfängers. Nutze bitte nur gängige Formate wie Microsoft Word .doc oder besser noch: mache aus allen Anlagen PDF-Dokumente. Die sind nicht so groß und jeder Computer kann sie öffnen.

Social-Media

Fast jeder ist heute in sozialen Netzwerken wie Facebook unterwegs, um mit Freunden und Gleichgesinnten zu kommunizieren. Für das Pflegen beruflicher Kontakte eignen sich ganz besonders solche Netzwerke wie z. B. Xing und LinkedIn, die einen klaren Fokus auf die Themen Beruf und Karriere haben.

Achtung! Personalverantwortliche in Unternehmen schauen aber heute auch ins Internet, wenn sie deine Bewerbung bekommen. Also achte darauf, dass du deine Facebook-Seite im Zweifelsfall privat hälst (Profil nur „ für Freunde“ zugänglich machen) und nicht zu anstößige Fotos im Internet preisgibst!

Blogs und Homepages

Für viele aus der Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist, stellt ein Blog oder die Gestaltung einer eigenen Homepage wirklich nichts Besonderes mehr dar. Durch einfache Nutzer-Systeme (z. B. CMS) oder digitale Tagebücher ist es jedem mit einfachen Computerkenntnissen und natürlich dem entsprechen Computer möglich, seine Interessen, Meinungen, Qualifikationen und Arbeiten im Netz auszustellen.

Bewerbungsvideos

Bewerbungsvideos sind aktive Erweiterung einer Bewerbungsmappe oder digitalen Bewerbung. Bei guter inhaltlicher Vorbereitung und sinnvollen Inhalten kann ein Bewerbungsvideo einen echten Mehrwert für deine Bewerbung bedeuten. Denn über das bewegte Bild und das gesprochene Wort zeigst du dem Personaler wichtige Qualifikationen wie z. B. eine gute mündliche Kommunikationsfähigkeit und Argumentationsstärke.

In Kürze stellen wir dir hier weitere aktuelle, spannende und innovative Bewerbungen „der etwas anderen Art“ vor!