Anschreiben

Oben auf der Bewerbungsmappe liegend, kommt dem Anschreiben eine besondere Bedeutung zu: Wie eine Visitenkarte ist es wichtig für den ersten Eindruck! Aus diesem Grund solltest du dir mindestens ebensoviel Gedanken zum Anschreiben machen, wie zum Rest der Bewerbung.

Hiermit verbunden ist gleich die erste Regel: In der Kürze liegt die Würze! Ungefährer Richtwert für ein Anschreiben sind sechs bis acht Sätze – auf keinen Fall aber mehr als eine Seite.

Den richtigen Einstieg finden

Die Floskel „Sehr geehrte Damen und Herren“ zeugt davon, dass du dich nicht damit auseinander gesetzt hast, an wen die Bewerbung zu richten ist. Ganz böser Fehler vor allem wenn in einer Stellenanzeige ein Ansprechpartner genannt wird! Um dies zu vermeiden, sollte die Anzeige genau gelesen werden. Wird dort kein Ansprechpartner genannt, hilft oft ein Anruf im Unternehmen, der gleichzeitig eine erste Brücke schlägt und als Aufhänger im Anschreiben genutzt werden kann.

Das Wichtigste beim Anschreiben ist der gelungene Einstieg: Gleich mit dem ersten Satz muss der Leser zum Weiterlesen animiert werden – und Leser sind gewöhnlich ungeduldig! Mit einem Einstieg á la „Hiermit bewerbe ich mich…“ zauberst du heutzutage keinem Personalentscheider ein Lächeln auf die Lippen. Ein formelhaftes, standardisiertes Anschreiben motiviert also nicht gerade weiterzulesen.

Was also tun? Persönlich werden! Du nimmst das telefonische Informationsgespräch oder die Auskünfte die die Homepage des Unternehmens bietet als Aufhänger und die erste Hürde ist genommen.

Gründe nennen und Phrasen meiden

Im Folgenden, also quasi im Hauptteil, sollten Fragen wie „Warum bewerbe ich mich?“, „Warum gerade ich (Qualifikationen, Qualitäten)?“ und „Wo stehe ich jetzt, wo möchte ich hin?“ beantwortet werden.

Auch bei der Schlussformulierung solltest du Phrasen vermeiden, sondern eher einen einfachen und verbindlichen Abschluss finden, in dem man zum Ausdruck bringt, dass ein persönliches Gespräch ein guter nächster Schritt wäre. Und dann das Ganze bitte eigenhändig inklusive Ort und Datum unterschreiben!

Jetzt fragst du dich sicher: Und dies alles in sechs Sätzen, die maximal eine Seite ausmachen? Ja! Dies ist die Herausforderung, die ein gelungenes Anschreiben stellt!